
Friday February 18, 2011 at 10:22AM from Sabine K.
Sehenswürdigkeiten, Avenue de Berna
Ein Wahrzeichen der Stadt ist der Wachturm Torre de Belém am Nordufer des Tejo, nahe seiner Mündung in den Atlantik. Der Turm erinnert an die großen Entdeckerzeiten Portugals. Viele der portugiesischen Entdecker brachen von hier zu ihren Expeditionen auf oder verweilten hier. Zum Beispiel Heinrich der Seefahrer, Bartholomeu Dias, Ferdinand Magellan, Vasco da Gama und Christopher Columbus.
Der Turm und das nahe gelegene Jeronimos-Kloster, wo Vasco da Gama begraben liegt, sind Stätten des UNESCO-Weltkulturerbes. Das Haupttor des Klosters ist reich verziert mit Giebeln, Zinnen und Skulpturen. Darunter befindet sich eine Statue von Heinrich dem Seefahrer, der an dieser Stelle eine Einsiedelei gründete.
In einem gepflegten Park an der Kreuzung Avenue de Berna und Avenue António Augusto de Aguiar befindet sich das Gulbenkian Museum. Diese Sammlung aus dem Nachlass von Calouste Gulbenkian umfasst 1.000 Exponate alter und moderner Kunst östlicher und westlicher Kulturen. Neben orientalischen, klassischen, ägyptischen, griechisch-römischen, mesopotamischen und persischen Artefakten finden sich europäische Meisterwerke von Degas, Manet, Monet, Rembrandt, Renoir, Rodin, Van Dyck und vieler anderer. Der Eintritt kostet 4 € für Erwachsene, 2 € für Schüler, Studenten und Senioren. Kinder unter 12 Jahren kommen kostenlos herein.
Höchst ungewöhnlich ist das Kutschenmuseum, das sich mit der weltweit größten Sammlung königlicher Kutschen rühmen kann. Untergebracht ist es in der alten Reitarena des Belém-Palastes. Dort befinden sich italienische, portugiesische, französische, spanische, österreichische und englische Kutschen aus dem späten 16. bis hin ins 19. Jahrhundert. Spektakulär ist die Zeremonienkutsche, die König Johann V im Jahr 1715 von Papst Clemens XI erhielt.
Um in das Lissabonner Nachtleben einzutauchen, begibt man sich am besten ins Bairro Alto, das kulturelle und künstlerische Herz der Stadt. Die steilen Kopfsteinpflastergassen dieses Viertels aus dem 16. Jahrhundert säumen viele interessante Bars, Läden und Restaurants. Viele haben bis spät in die Nacht geöffnet. Eines der besten Stadtviertel zum Herumschlendern ist die Alfama mit ihren engen mittelalterlichen Gassen und kleinen Plätzen. Die vielen Kirchen und weiß getünchten Häuser mit den schmiedeeisernen Balkonen sind ideale Fotomotive. Ein Stadtplan ist empfehlenswert, um sich in dem Gassengewirr nicht zu verlaufen.
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